FrommannscherSkulpturenGarten 2016 | André Tempel | Crash, Boom, Bang!

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Zeitraum: 
02.06.2016 - 07.07.2016

Baumstämme werden von grellfarbenene Gartenschläuchen umwunden; Regentonnen transformieren zu raketenartigen Gebilden, Gymnastikbälle mutieren zu invasiven virenartigen Gebilden, die Gebäude, Wiesen, Bäume befallen - die Interventionen des Dresdner Künstlers André Tempel im öffentlichen Raum überraschen mit lauter Farbigkeit, subtiler Ironie und absurder Materialität.

Andre Tempels künstlerische Methode der Überführung und Zweckentfremdung alltäglicher Gebrauchsgegenstände und Konsumgüter findet ihre Ursprünge im Dadaismus und in der Pop-Art. Aus seinen meisterlichen  Formenspielen resultiert eine erfrischende Hinterfragung von Kunst und Wirklichkeit, dabei wird der Leitsatz der klassischen Moderne „form follows function“ humorvoll verdreht. Doch neben den ironischen Aspekten seiner Werke eröffnen sich dem Betrachter auch ernsthafte Bedeutungsebenen, wenn beispielsweise aus erdölbasierten Kunststoff-Regentonnen und Grabvasen raketenartige Konstruktionen erwachsen, die sich unmittelbar in friedlicher Landschaft wiederfinden.


Galerie Kunsthof Jena

Im Fokus der Kunst Andre Tempels steht nicht allein nur das künstlerische Objekt, sondern auch dessen Wechselwirkung zur Umwelt. Durch diese Herangehensweise entstehen einzigartige, ortspezifische Installationen, die Irritationspunkte in der Wahrnehmung alltäglicher Umgebung setzen, die das Alltägliche im besten Falle aufbrechen lassen und einladen die Umwelt mit anderen Augen zu entdecken.

Die Einfühlung des Künstlers zum Ausstellungsort, die erfrischende Vielschichtigkeit seiner Skulpturen, die heitere, wie auch ernste Töne anschlägt und die zeitliche, wie auch formensprachliche Einmaligkeit seiner Installationen haben das Kuratorium anlässlich des fünften Jubiläums des Frommannschen Skulpturengartens im Jahr 2016 bewogen, André Tempel als Künstler dieser Ausstellung zu wählen.

Im Sommer 2016 feiert der FrommannscheSkulpturenGarten sein fünfjähriges Jubiläum. Das Projekt wurde 2012 vom Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena durch Prof. Dr. Verena Krieger in Kooperation mit dem Jenaer Kunstverein e.V. initiiert. Die Ausstellung findet stets zwischen Anfang Juni und Ende Juli statt und wurde bisher von Mitarbeiterinnen des Lehrstuhls für Kunstgeschichte kuratiert. Ab 2016 tritt mit dem Kunsthof Jena e.V. ein weiterer wichtiger kultureller Träger der Stadt als Kooperationspartner in das Projekt ein.

Ort: Frommannsches Anwesen / Frommannscher Garten / Fürstengraben 18 / Jena

Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-20 Uhr

 

 

 

Eine Kooperation von:

Lehrstuhl für Kunstgeschichte der FSU Jena

Jenaer Kunstverein e.V.

Kunsthof Jena e.V.

 

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Mit freundlicher Unterstützung:
 

Jenakultur, Ortsteilrat Jena-Zentrum, Stadtwerke Jena-Pößneck, Zeiss AG

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Gestaltung - Hannah Meyer - https://oh-mega.de