Holtrud Henze - Buchstäblich figürlich - Zeichnungen und Collagen 2009

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Zeitraum: 
31.07.2009 - 31.08.2009

Logo Holtrud Henze - Buchstäblich figürlich - Zeichnungen Collagen

In den Zeichnungen der Künstlerin Holtrud Henze steht der menschliche Körper im Zentrum der Bilder, oder er kniet, schreit, bäumt sich auf, ist in sich versunken, fällt oder steigt im Raum. Die Gesten und Bewegungen osszillieren zwischen verschiedenen Wahrnehmungsebenen. Das Auge des Betrachters ist dabei mit verschiedenen visuellen Codes konfrontiert.Er kann die Zeichnungen sehen, lesen, tasten. Aus der Physiognomie der Körper entwickelt sich eine psychogrammatische Semiotik. Der Körper steht nicht mehr allein für sich, er wird zum Zeichen, das in die Schriftsprache überführt wird. Eine Typographie generiert sich aus dem Körper. Der visuelle Sinn kippt, die Schriftsprache tritt ins Bild. An die Figuren lagern sich Texte. Wortfelder spannen sich in die Zwischenräume und Bewegungskreise des Körpers. Die Wortinhalte entstehen in freier Assoziation, einzig in eine Ordnung gebracht durch den Anfangsbuchstaben, den die Figur umschreibt. Außerhalb des Textes gleitet das Auge zurück in den Bereich der freien Formen und visuellen Reize. Der Betrachter tastet sich entlang der Oberflächen der Körper-Mosaike, durch die Materialstrukturen des Bildes über die Wortfelder und Typographien zur visuellen Poesie der Zeichnungen.