Malerei und Skulptur | Heike Cybulski

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Zeitraum: 
19.11.2010 - 19.12.2010

Für alle Liebhaber und Interessenten der abstrakten und abstrakt-figurativen Kunst: Die Galerie Kunsthof präsentiert Gemälde, sowie - erstmals in Jena - Stahl-Plastiken von Heike Cybulski.

Die 1969 in Jena geborene Künstlerin Heike Cybulski gehört seit 2004 zu dem Brandenburgischen Verband Bildender Künstler. Sie komponiert seit 1989 Gemälde sowie seit 2007 auch Stahl-Plastiken. Ihre Werke besitzen einen hohen Abstraktionsgrad und werden in vielen Ausstellungen bewundert.

Plakat Heike Cybulski

Die Gemälde von Heike Cybulski sind geheimnisvolle Stimmungsbilder, die zum Träumen einladen. Die Weite der harmonischen Farbfelder und die dezente Setzung der linearen oder abstrakt-figurativen Akzente wirkt geläutert, meditativ und zugleich anregend auf die Vorstellungskraft der Rezipienten.
Auch unabhängig von den überwiegend landschaftlichen oder seelischen Bildtiteln, verlocken diese Seelenlandschaften zu Phantasie-Reisen und zum eigenen Erleben der positiven Farbwirkung.
Die Gemälde entstehen spontan, als rechteckige Einzelwerke oder Serien, deren Maße pro Bild häufig zwischen 50 und 120 cm variieren. Die Künstlerin nutzt zumeist Mischtechniken aus Acryl- und Tusche-Farben, die sie mit „Farbrollen, Lappen, grobe[n] Pinsel[n] und Pappspachteln“ auf die am Boden liegenden Leinwände aufträgt. Oft begleitet Rock-, Jazz- oder Blues-Musik den Malakt.
Das Gestaltungsvokabular, das sich bei Heike Cybulskis Gemälden zu einem sehr selbständigen Malstil verbindet, hat historische Ansätze bei den Landschaftsmalern William Turner (1775-1851) und James McNeill Whistler (1834-1903), sowie bei diversen, abstrakt-expressionistischen Stilrichtungen.

Die Plastiken der Heike Cybulski erscheinen überwiegend als abstrakt-figurative Gestalten, bei denen sie industrielle Überreste aus Stahl zusammenschweißte und manchmal mit Holzstücken kombinierte.
Die bis zum Sockel vollansichtigen Figuren sind zumeist zwischen 45 und 210 cm hoch und tragen mehrheitlich klangvolle Ruf- oder Phantasie-Namen. Sie offenbaren ihr interessantes Spiel der Formen, sowie der Licht- und Schatten-Würfe, vor allem durch die Bewegung des Betrachters.
Ihre Formensprache erinnert teilweise an Kult-Objekte der Naturvölker, aber auch an plastische Gebilde von Max Ernst (1891-1976), Joan Miró (1893-1983), sowie vorrangig an Julio Gonzáles (1876-1942), der laut Susanna Partsch, als Erfinder der geschweißten Stahl-Plastiken gelten muss.
Doch trotz gewisser Analogien zeigt ein direkter Objekt-Vergleich bislang stets Heike Cybulskis enorme Eigenständigkeit gegenüber den archaischen und den klassisch-modernen Vorgängern.

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