Rotor | Monopoth

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Zeitraum: 
24.11.2013 - 15.12.2013

Monopoths Rotor zerfasert die Homogenität eines Stils. Dabei ist er nicht eklektizistisch, sondern nur so vielfältig wie seine Umwelt, in die er geworfen wurde. Dennoch lassen sich stilistische Tendenzen erkennen. In den Acrylgemälden auf Leinwand oder Holztafel finden sich surrealistische und expressionistische Einflüsse. Mit seinen Fotocollagen baut er schauerromantische Stimmungen auf. Seine Palette ist düster farbenfroh - farblich, als auch thematisch: Er widmet sich dem jungen Nietzsche genauso wie den städtischen Bäderbetrieben, das große Denken findet in seiner Darstellung egalitär Platz neben der Platte.

Galerie Kunsthof Jena

Es sind trotz der festen Titelzuschreibungen Bilder vom Übergang, der in der geistigen Anschauung vollzogen wird, denn das Gesehene ist nicht das Reale, das es nicht gibt, sondern das Geschaffene, dessen Anfang und Ende nur ahnbar ist. Die Essenz ist der Prozeß. 

Monopoths Bilder erzählen von der Entrückung des Menschen in einer technisierten Gesellschaft, die von Maschinen, Mechanismen, selbstgeschaffenen, pulsierenden Strukturen geprägt ist, die versuchen, das Individuum in eine berechenbare Form(el) zu fräsen. The Transfiguration must go on …
 
Text: Robert Sorg